Impressionen 28.08.07

Fotos: Actim, Media-Publishing

19.50h: Die Teilnehmer treffen sich bei der Talstation Rellerli.
19.50h: Die Teilnehmer treffen sich bei der Talstation Rellerli.

20.20h: Unterwegs ab Rellerli
20.20h: Unterwegs ab Rellerli

20.55h: Es wird Nacht...
20.55h: Es wird Nacht...

21.10h: Ankunft bei der Alphütte
21.10h: Ankunft bei der Alphütte

21.30h: Fonduegenuss...
21.30h: Fonduegenuss...

...mit Handorgel-Unterhaltung
...mit Handorgel-Unterhaltung

...sorgen für gute Laune
...sorgen für gute Laune.

Stimmungsvolles Ambiente
Stimmungsvolles Ambiente

22.50h: Wanderung zurück nach Schönried unter dem hellen Licht des Vollmonds.
22.50h: Wanderung zurück nach Schönried unter dem hellen Licht des Vollmonds.

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Vollmond-Wanderung Fondue-Weg 28. August 2007

Quelle: Anzeiger von Saanen, Artikel/Fotos: Tina Dosot

Die gutgelaunte Truppe erlebte Genuss pur. Ganz links: Johann Graf. Vorne von links: Matthias Kurt, Sämi Salm, Brigitta Wyss, die beiden deutschen Buben der Familie Schreiner und Gabi Eschler.
Die gutgelaunte Truppe erlebte Genuss pur. Ganz links: Johann Graf.
Vorne von links: Matthias Kurt, Sämi Salm, Brigitta Wyss, die beiden
deutschen Buben der Familie Schreiner und Gabi Eschler.

Fondue bei Nacht

Im Rahmen der diesjährigen «Gnuss-Wuche» Berner Oberland führte Käsermeister Johann Graf rund 30 gut gelaunte Teilnehmer bei Vollmond über den «Fondueweg» auf dem Rellerli.

«Ich sah, dass am 28. August Vollmond ist und hatte spontan die Idee einer Nachtwanderung», erzählte Gabi Eschler von der Geschäftsstelle «Das Beste aus der Region Berner Oberland», Veranstalter der jährlichen Oberländer «Gnuss-Wuche». Der Schönrieder Johann Graf, der diesen Anlass bis jetzt jedes Jahr mit einem Event unterstützt hat, erklärte sich spontan bereit, die geplante Nachtwanderung über «seinen» Fondueweg zu machen. Das Ziel der «Gnuss-Wuche»-Organisatoren, den Absatz regionaler Produkte aus dem Berner Oberland nachhaltig zu fördern, liegt auch ihm am Herzen und er nutzte die Gelegenheit gerne, der bunten Gästeschar neben der Saaner Natur auch seine Schönrieder Fondue-Kreationen näher zu bringen.

Langfristige touristische Wirkung

Mit etlichen Auswärtigen und Einheimischen stiegen neben Gabi Eschler auch Gnuss-Wuche-Präsident Matthias Kurt, der Grindelwaldner Tourismusdirektor Sämi Salm und Brigitta Wyss von der Volkswirtschaftskammer Berner Oberland in die Rellerli-Gondel. «Ich nehme eigentlich an jedem Anlass der ‹Gnuss-Wuche› teil, wenn es zeitlich geht», meinte Brigitta Wyss. Sämi Salm ist nicht ohne Grund Mitglied des Gnuss-Wuche-OKs. Er hofft auf die langfristige touristische Wirkung solcher Anlässe. Gäste sollen so auch ausserhalb der Hauptsaison in die Berge gelockt werden. Matthias Kurt hat die letzten zwei Jahre mit Johann Graf Gnuss-Wuche-Anlässe in Zweisimmen organisiert und freute sich, den innovativen Käser heuer aufs Rellerli zu begleiten.

Bedächtig rühren, bis es brodelt, dann geniessen.
Bedächtig rühren, bis es brodelt, dann geniessen.

Viele Gründe führen aufs Rellerli

«Wir sind auf dem Weg nach Südfrankreich in unsere Ferien», erzählte die deutsche Familie aus Karlsruhe. «Dass hier eine Fondue-Nachtwanderung stattfindet, haben wir schon zu Hause im Internet gesehen.» Die beiden Söhne, 5 und 9 Jahre, waren zu Beginn ein bisschen skeptisch. «So weit laufen für ein Fondue?» «Können wir nicht gleich essen?» Doch mit jeder Kurve des Wanderwegs und je dunkler es wurde, desto mehr Spass hatten sie und hungrig vom Laufen schmeckte das Fondue gleich doppelt gut.
Otto Trittens Tochter Dominique wurde just an diesem Abend 20 Jahre alt und hat die ganze Geburtstagsgesellschaft samt Geburtstagstorte mit auf die Wanderung genommen. Sie hat vom Anlass in dieser Zeitung gelesen und ihr Fest kurzerhand verlegt! Und das junge Zürcher Pärchen war einfach mal ins Tourismusbüro gegangen, um zu schauen, was so läuft...

Per pedes und mit Rucksack zum Genuss

Jeder Teilnehmer hatte zuvor von Johann Graf den bereits legendären Fondue-Rucksack erhalten, in dem die individuell bestellte Käsemischung einschliesslich allem, was man zum Fondueessen so braucht, steckte. In der Vorfreude auf den heissen Käsegenuss gings gegen 20 Uhr von der Bergstation Richtung Grosse Vorschess. Rund 45 Minuten dauerte die Wanderung bis zur Hütte, wo – in Anbetracht der schwarzen Wolken – schon alles innen drin vorbereitet war.

Genauso lang dauerte auch der Rückweg nach Schönried. Erst ein Stück laufen, die Saaner Natur und die schöne Aussicht, dann ein gutes Fondue in der urchigen Hütte mit Alphorn- und Handorgel-Unterhaltung geniessen und danach unter dem hellen Licht des doch noch zum Vorschein gekommenen Vollmonds nach Hause wandern – das war Genuss pur für Körper, Gaumen und Auge, da waren sich am späten Abend alle einig.

Zum Geburtstag gelernt: Dominique Tritten beim Fünfliber-Schwingen. Die Kinder aus Karlsruhe konnten dem Alphorn tatsächlich Töne entlocken.
Zum Geburtstag gelernt:
Dominique Tritten beim Fünfliber-Schwingen.
Die Kinder aus Karlsruhe konnten dem Alphorn tatsächlich Töne entlocken.

Neuer Anlass geboren?

Eine solche «Fondue-Führung» mit Johann Graf könnte es doch in Zukunft jedes Jahr einmal geben, spekulierte die ausgelassene Gästeschar auf dem Heimweg. «Könnte man machen», meinte der Käsespezialist, der selbst seine helle Freude an der ganzen Veranstaltung hatte.

In der Regel aber kann man den «Fondue-Rucksack» mit Käse und Kochzubehör in allen Saaner Molkereien samt Beschreibung des Weges kaufen und auf eigene Faust losziehen. Im Sommer kann man das Fondue irgendwo in der Natur zubereiten, für den Winter wurden inzwischen drei Holzhäuschen entlang des «Hirschel» auf dem Rellerligrat errichtet.

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